Rund um den Dresdner Theaterplatz

Der Theaterplatz in Dresden gehört zu den schönsten Plätzen der Welt. Ganz gleich, in welche Himmelsrichtung der Betrachter schaut, er blickt immer auf eine Sehenswürdigkeit. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich hier.

Der Besucher findet einen Wechsel zwischen Barock, römischen Spätbarock, Renaissance und italienischer Hochrenaissance. Eindrucksvoll reiht sich ein Blickfang an den anderen und fast scheint es, als ob die Sehenswürdigkeiten überbieten wollen. Die historische Prunkarchitektur um den Theaterplatz sucht auf der Welt seines Gleichen.

Das Italienische Dörfchen trennt Elbe und Theaterplatz

Beim Blick nach Norden fällt das Italienische Dörfchen ins Auge, welches scheinbar gar nicht auf den Dresdner Theaterplatz passt. Einst stand an dieser Stelle eine ganze Siedlung, in der Künstler und Handwerker lebten, die wahrscheinlich auch aus Italien kamen und am Bau der Hofkirche beteiligt waren. Später, als das Königliche Hoftheater, der Vorgänger der Semperoper entstand, wurden viele der Gebäude abgerissen. Übrig blieb eine Gaststätte mit dem Namen „Italienisches Dörfchen“. Um 1861 entwarf Hans Erlwein, seines Zeichen Stadtbaurat zu Dresden, ein neues Gebäude, welches noch heute eine Gaststätte beherbergt.

Die Hofkirche ist das mächtigste Gebäude am Platz

Die Hofkirche ist das einzige Gebäude am Theaterplatz, das im barocken Baustil errichtet wurde. Obwohl August der Starke seine letzte Ruhestätte nicht in Dresden gefunden hat, sein Herz ist hier geblieben. Und das nicht nur im symbolischen Sinn. Denn dieses liegt in der Stiftergruft der Kirche, die 1980 zur Kathedrale geweiht wurde. Die Hofkirche ist der größte Kirchenbau Sachsens.

Beeindruckend ist der Figurenschmuck auf den Balustraden und der Fassade. 78 Heiligenstatuen schmücken die Außenseite der Kirche. Doch auch der Innenraum ist von beeindruckender Schönheit. Außergewöhnlich ist der zweistöckige Prozessionsumgang, welcher das Hauptschiff umläuft. Hier befindet sich auch eine der berühmten Silbermannorgeln. In den Gruften der Kirche haben 49 Mitglieder des Hauses Wettin ihre letzte Ruhe gefunden.

Das Residenzschloss zu Dresden

Lediglich von einer kleinen Gasse getrennt liegt das Residenzschloss gleich neben der Katholischen Hofkirche. In dem prächtigen Renaissancebau regierten seit dem 16. Jahrhundert die Könige und Kurfürsten des Freistaates. Das Schloss gehört zu den ältesten Bauwerken von Dresden. Außerdem hat es eine große baugeschichtliche Bedeutung, denn an seinen Mauern hinterließen alle Stilrichtungen von der Romantik bis zum Historismus ihre Spuren.

Heute befinden sich im Schloss das berühmte Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer, die Türckische Cammer und das Münzkabinett. Außerdem befindet sich im Schloss eine Kunstbibliothek. Über 260.000 Bücher kunsthistorischer Spezialliteratur befinden sich hier.

Die Altstädtische Hauptwache – der einzige Schinkelbau Dresdens

Lediglich durch die Sophienstraße getrennt werden Schloss und die Altstädtische Hauptwache. Karl Friedrich Schinkel entwarf die Pläne für die Altstädter Wache. Nach der Zerstörung Dresdens ist die Schinkel Wache das einzige Gebäude des Architekten, das in Dresden noch existiert. Seine Fassade zeigt den Stil des Klassizismus und den Stil der Schinkelschule. Einst wurde das Gebäude als Städtische Polizeiwache genutzt. Heute befinden sich im Inneren ein kleines Café, ein Souvenirladen und Buchladen sowie der Vorverkauf für die Semperoper.

Der Dresdner Zwinger – das Wahrzeichen von Dresden

Der Zwinger ist wohl das berühmteste Bauwerk von Dresden. Er schließt sich gleich der Altstädter Wache an. Der prächtige Gebäudekomplex mit riesiger Gartenanlage zieht jährlich Millionen Touristen nach Dresden. Der Dresdner Zwinger ist ein Gesamtkunstwerk, das seinesgleichen sucht. Entworfen von Pöppelmann und Permoser ist es eine Symphonie aus Malerei, Plastik und Architektur und ein Ausdruck der Macht August des Starken.

Dresdner Zwinger

Ursprünglich sollte der Zwinger nur der Vorhof eines grandiosen Schlosses werden. Von der Pracht der damaligen Zeit zeugen weite Balustraden mit Vasen und Figuren, Brunnen, verzierte Pavillons und viele kleine Details. Das Kronentor ist das Sinnbild des Zwingers und steht auf der alten Festungsmauer. Einst ermöglichte das Tor den Zugang zur Stadt. Doch auch die prachtvollen Bauten des Zwingers sind von barocker Schönheit. Heute befinden sich hier die Gemäldegalerie Alte Meister, der Mathematisch-Physikalische Salon und die Porzellansammlung. Das weitläufige Gelände mit Denkmälern dem Nymphenbad, dem Zwingerteich und vielen anderen Sehenswürdigkeiten ist von erlesener Schönheit.

Die Semperoper im Stil der Neorenaissance und Neoklassik

Die Semperoper schließt den Kreis der Sehenswürdigkeiten am Dresdner Theaterplatz. Die Oper wurde nach ihrem Erbauer Gottfried Semper benannt. Doch es gab auch schon Vorgängerbauten an dieser Stelle. 1719 befand sich hier ein Dreirangtheater, welches etwa 2000 Besucher fassen konnte.Heute ist das Gebäude die Spielstätte der Sächsischen Staatsoper Dresden, die eine sehr lange Tradition hat. Etwa 300.000 Besucher kann die Semperoper während jeder Speilzeit zählen. Das entspricht immerhin einer 91%-igen Auslastung. Von Opern- und Ballettaufführungen bis hin zum jährlich stattfindenden Opernball ist die Semperoper immer gut besucht. Doch nicht nur die Aufführungen sind sehenswert. Der Bau ist von unvergleichlichem Prunk und eindrucksvollen Formen gekennzeichnet. Friese, der beeindruckende Schmuckvorhang und die grandiose Raumaufteilung sind ein Erlebnis.

Und im Mittelpunkt steht Johann von Sachsen

Im Mittelpunkt des Dresdner Theaterplatzes steht das mächtige Reiterstandbild von Johann von Sachsen. Die bronzene Statue wurde vom deutschen Bildhauer Johannes Schilling geschaffen. Vor der Sempergalerie des Zwingers befinden sich zwei riesige Brunnen mit einem Durchmesser von jeweils zehn Metern. Die Mittelfontänen der Brunnen stammen noch aus dem Jahr 1860. Zwischen Zwingerwall und Gemäldegalerie befindet sich ein Denkmal, das dem Komponisten Carl Maria von Weber gewidmet ist.

Ohne Frage gehört der Theaterplatz in Dresden zu den beeindruckendsten Plätzen der Welt. Er gehört bei einem Besuch in Dresden unbedingt dazu.

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