Die Agrarlandschaft von Kuk

Traditioneller Taroanbau Traditioneller Taroanbau (Foto: "Forest & Kim Starr (USGS)")

Lebendige Vergangenheit in Papa-Neuguinea

Ein lebendiges Stück Vergangenheit finden Kultur- und Geschichtsinteressierte zweifellos in der historischen Agrarlandschaft von Kuk.

Diese archäologische Stätte existiert seit mindestens 7000 Jahren und liegt auf Papua Neuguinea. Hier zeigt sich besonders deutlich die technische Entwicklung landwirtschaftlicher Praktiken im Laufe der Zeit.

Traditioneller Taroanbau

Traditioneller Taroanbau (Foto: “Forest & Kim Starr (USGS)”)

Von den ersten Versuchen, das Feuchtgebiet trockenzulegen bis hin zu ausgefeilten Methoden des Dammbaus, lässt sich diese schrittweise Entwicklung eindrucksvoll nachvollziehen.

Die Nutzung des landwirtschaftlichen Gebiets schreitete so fort von loser Landnutzung bis hin zu spezialisierter Landwirtschaft.

Noch heute lässt sich dies archäologisch nachvollziehen. Dieser Wandel vom technologischen Wandel über Jahrtausende hinweg entwickelte sich zum größten Teil unabhängig von fremden Einflüssen.

Die historische Agrarlandschaft von Kuk ist einer der wenigen Orte der Welt, in denen dies beobachtet werden kann. Die Grabarbeiten haben tatsächlich nur einen Bruchteil dieser Entwicklung brachgelegt, da hier eher intensiv als extensiv gegraben wurde. Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass auf diesem Gebiet akutell moderne Landwirtschaft betrieben wird. Diese wird allerdings integral betrieben und es werden nach wie vor ursprüngliche Methoden verwendet, sodass die Integrität der Stätte gewahrt bleibt.

Bis vor etwa 100 Jahren wurden hier noch traditionell Getreide und Bananen angebaut. Erst 1958 kamen die ersten Wissenschaftler an, um traditionellen Teeanbau zu erforschen. Nach und nach wurden die Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der Australischen Nationaluniversität ausgeweitet, um beispielsweise das Drainage-System zu untersuchen. Erst 1991 wurde die Forschungsstation geschlossen und wieder für den lokalen Anbau freigegeben.

1997 begannen das Papua Neuguinea Nationalmuseum sowie die Universität von Papua Neuguinea mit ihren Anstrengungen, die Stätte ins Weltkulturerbe aufzunehmen.

Seit 2008 ist die historische Agrarlandschaft von Kuk denn auch Mitglied des Welterbes der UNESCO.

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