Angkor Wat – die Stadt der Könige

Es ist eines der bemerkenswertesten architektonischen und künstlerischen Meisterwerke der antiken Welt – mit diesen Worten begründete die UNESCO die Aufnahme der antiken Stadt Angkor, gelegen in Kambodscha, zum Weltkulturerbe.

Und wirklich, wer sich durch den anlegenden Wald gekämpft hat steht vor einer sagenhaften Stadt aus Stein, die majestätisch in den Himmel ragt. Majestätisch sollte Angkor auch sein – schließlich wurde sie für die Herrscher des Khmer-Königreiches errichtet, die hier vom 9. bis zum 15. Jahrhundert über ein Reich regierten, das vom heutigen Myanmar (Burma) bis nach Vietnam reichte. Schließt man all die angrenzenden Wälder und neu entdeckten „Vororte“ mit ein, ergibt sich eine Fläche von 1000 Quadratkilometern, eine Fläche viel größer noch als alle fünf Stadtteile von New York zusammen.

Das berühmteste Bauwerk, das neben hundert anderen die Jahrtausende fast unbeschadet überlebt hat, ist der massive Angkor Wat Tempel. Er ist das Wahrzeichen Kambodschas und erscheint auch auf der Flagge des Staates. Gebaut im 12. Jahrhundert, war es als spirituelles Heim für den Hindu-Gott Vishnu geachtet.

Kunstvoll errichtete Galerien und Baustrukturen machen diesen Tempel zu einem architektonischen Meisterwerk. Seine imposante Gestalt hat über die Jahrtausende hinweg zahlreiche Schriftsteller, Maler und Dichter beeinflusst und inspirit. Kein Wunder also, dass er bis heute als nationales Heiligtum verehrt wird.

Aber so sehr Angkor auch eine Stadt des Steines ist, ist sie auch eine Stadt des Wassers. Hier finden sich enorme Kanäle, Bewässerungssysteme, Deiche und Reservoirs. Neben dem schönen Anblick, zeugen sie auch von der fortgeschrittenen Ingenieurskunst im Khmer-Reich.

Warum Angkor schließlich von ihren Herrschern verlassen wurde, ist bis heute ungeklärt und bietet nach wie vor Stoff für Legenden und Sagen.

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